5. Juli 2011

Frosch
Frosch – Frösche – Froschfoto – Fotografie – Gedicht – Froschgedicht – Fotografieren – Makrofotografie – Tiergedicht
Das Froschfoto
© Ronald Henss
Ein Mensch mit einer Kamera
schleicht sich heimlich an
weil er einen Frosch dort sah,
der – schwupps – ins Wasser sprang.
Nun harrt der Mensch am Uferrand
und starrt aufs Wasser ganz gespannt.
Als der Frosch zeigt seinen Kopf,
drückt blitzschnell mit Geschick
des Menschen Finger auf den Knopf,
die Kamera macht Klick!
Doch auf dem Foto – gar nicht schön –
ist nirgendwo ein Frosch zu sehn.
***
***
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6. Juli 2010
Hippocampus
© Manfred Schröder
Ein Pferd, es fiel einst in den See
und kam nie mehr ans Land.
Der Brehm hatte dann die Idee
und hat es Seepferdchen genannt.
***

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2. Juli 2010
Schwein gehabt
© Claudia Duhonj-Gabersek
Im großen Hof des Bauers Klein,
da lebte einst im Stall ein Schwein,
und jeder Mensch, der es gekannt,
hat es nur Ferdinand genannt.
Vom Ferkel wuchs es rasch heran
zu einem großen Schweinemann.
Kaum war dieser des Deckens mächtig,
schon waren alle Sauen trächtig,
ganz viele Kinder ihm geboren,
faustdick hatt’ er’s hinter den Ohren.
Das Leben liebte Ferdinand,
in dessen vollem Saft er stand.
Bis eines Morgens Bauer Klein
sprach: “Ferdinand, heut’ muss es sein.
Es wird schnell geh’n, ich nehm’ den Bolzen”.
Der Eber hob den Blick, den stolzen,
sah tief dem Bauern in die Augen,
als sagte er: “Soll ich Dir taugen
zu Leberwurst und Schweineschmalz?
Mein Freund, das möcht’ ich keinesfalls.
In all den wunderbaren Tagen
sahst Du in mir den Schwartenmagen?”
Den Schlachtplan Klein im Nu vergaß,
das Bolzengewehr fiel ins Gras,
er schlenderte, ohne ein Wort,
sehr nachdenklich vom Stalle fort.
Dem Eber baute Bauer Klein
den Gnadenstall. “Hab’ richtig Schwein
gehabt”, dachte der Ferdinand,
als er im neuen Stalle stand.
***
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2. Juli 2010
Kühle Freuden
© Alfons Pillach
Der Eisbär braucht ein dickes Fell
auf seiner Eisbergscholle,
und schmilzt das Eis im Frühjahr schnell,
dann träumt er von Frau Holle.
Der Eisbär liebt es nicht sehr heiß,
so lebte schon sein Ahne,
er mag so gerne Grönlandeis,
ganz hart und ohne Sahne.
***
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30. Juni 2010
Eleganz
© Alfons Pillach
Im Café sitzt eine Frau,
deren Nagellack ist blau;
sie ist schlank wie eine Stange,
hat viel Rouge auf ihrer Wange.
Sie ist attraktiv, figürlich,
aber sie wirkt unnatürlich;
und der Hund, der bei ihr sitzt
und von ihrem Schößchen spitzt,
der hat kleine süße Löckchen
und ein kurzes Hunderöckchen.
Ach, wie sind die beiden fein!
Plötzlich hebt der Hund ein Bein,
er hat anderes im Sinn
und die Eleganz ist hin.
***
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1. Juni 2010
Nächtliche Parties (im Wendland)
© Barbara Naziri
Mucksmäuschenstill, die Vögel schweigen,
der kühle Wind braust in den Zweigen.
Ich räkele müd mich in den Kissen
und will den süßen Schlaf nicht missen.
Horch, das Geräusch dort auf dem Dach!
Mit einem Schlage bin ich wach.
Denn Bruder Kuckuck, dieser Zecher,
hebt trunken lallend seinen Becher.
Zum Stelldichein hat er getroffen
Frau Nachtigall, die nun besoffen,
laut trapsend im Geäst verhält
und hofft, dass sie nicht runter fällt.
Der Specht ob dieses Lärms erwacht
rächt sich dafür nun hundertfach.
Er schlägt die Trommel fest am Stamm,
dem Wurm dahinter wird ganz klamm.
Der Vollmond scheint mir ins Gesicht
und im Gebälk der Holzwurm spricht.
Sogar die Spatzen sind nun munter
und tschilpen auf die Säufer runter.
Als dann der junge Morgen graut,
hab ich ihn müde angeschaut,
denn unterm Auge wuchsen Schatten,
weil andere eine Party hatten.
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15. Mai 2010
Katze – Katzengedicht – Tiergedicht – Gedicht
Schlaftiger
© Elfi Saupe
Schlafe süß, mein kleiner Tiger,
träum vom Leben in der Nacht.
Scheint die Sonne auf dich nieder,
döst du friedlich durch den Tag.
Abends weckt dich dann ein Fieber,
treibt dich rastlos aus dem Haus.
Ich streck müde meine Glieder,
lieg im Bett und ruhe aus.
Nachts erlebst du Abenteuer,
die ich niemals kennenlern.
Morgens stehst du vor dem Fenster,
bist erschöpft und möchtest gern
in mein Bett, du schnurrst zufrieden,
deine Nacht war wohl nicht schlecht.
Sind wir auch so grundverschieden,
ist es doch für beide recht.
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7. Mai 2010
Kreuz und quer
© Harald Herrmann
Es begattete der Regenwurm
dereinst mal eine Igelin,
man fragt sich nach dem Liebessturm,
was ist wohl in der Iglin drin?
Nach der Geburt man es gewahrt,
es war ne Rolle Stacheldraht!
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7. Mai 2010
Bären
© Claudia Duhonj-Gabersek
ich wollte schon mal Bären sehn
an den großen Bärenseen
flussabwärts mit dem Flusse fließen
den Hahn mit einem Krähn begrüßen
den Mond mit blassen bloßen Händen
mit dem Gesicht nach unten wenden
griesgrämig keinen Griesbrei essen
die Welt mit dem Lineal vermessen
ich wollte schon mal Bären sehn,
doch dann vergass ich wegzugehn
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5. Mai 2010
Nächtliche Klagen
© Barbara Naziri
Die Nachtigall, die hör ich schlagen,
und über arge Schmerzen klagen,
sie hat den Rotwein nicht vertragen,
er liegt ihr ziemlich schwer im Magen.
Ich lieg schlaflos im Himmelbett.
Hoch oben auf des Daches Brett,
errichtet man ein Lazarett
und singt nun traurig im Duett.
Es jammert nun die Waldohreule,
die seufzend aufstöhnt mit Geheule,
im Magen wölbt sich eine Beule,
die Feldmaus hatte sicher Fäule.
Als ich mich unter Kissen grabe,
gesellt zum Trio sich ein Rabe,
der krächzend kundtut mit Hingabe,
dass er den Arzt gerufen habe.
Vorbei der Schlaf, ich kann nur wachen.
Um das Quartett nun voll zu machen,
erscheint mit seinen Siebensachen
Herr Doktor Uhu bei den Schwachen.
Verteilt ein Mittel zum Erbrechen,
verordnet Ruhe und kein Sprechen,
Ich schleich hinaus, wir sind Terzett,
doch schickt er mich sofort ins Bett.
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5. Mai 2010
Maus, Katze, Hund
© Angelina de Satura
Eine kleine Maus
Lief durchs ganze Haus
Da fiel eine Tatze
Die war von ‘ner Katze
Der Boden blutrot
Und die Maus war tot
Da kam an der Hund
Biss die Katze wund
Sie war nicht mehr ganz
Ihr fehlte der Schwanz
Den trug der Hund stolz
Wie ein Stückchen Holz
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5. Mai 2010
Gedicht – Imker – Biene – Stachel – heiteres Gedicht – Humor – humorvolles Gedicht – Tiergedicht
Rache ist süß
© Katharina Britzen
Es sprach der Imker zu der Biene,
doch nicht mit honigsüßer Miene.
Ei, du Flügeltier,
(ich glaub, es waren ihrer mehr als vier)
was machst du hier?
Flieg hinaus zu Strauch und Blum
mir zum Ruhm.
Daraufhin die Biene brummte, eher summte,
wo bleibt mein Lohn für diesen Fron?
Der Imker aufgebracht,
die Biene lacht,
statuiert mit ihrem Stempel ein Exempel,
indem sie kurz den Stachel zückt
und abdrückt.
Verrückt!
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5. Mai 2010
Gedicht – Kuh – Stier – Sternzeichen – lustiges Gedicht – Humor – humorvolles Gedicht – Tiergedicht
Der Stier
© Barbara Naziri
An seinem Kopf trägt er ganz vorn
so rechts und links ein starkes Horn.
Auch sollte man ihn niemals reizen,
denn er wird nicht mit Kontra geizen.
Sein Blick ist feurig, gar nicht dumm,
er läuft gern auf der Wiese rum,
um dort Luise zu beglücken,
sie muht froh auf: „Ach, welch Entzücken!“
Wenn er sich ihr wohlwollend zeigt
und sie von hinten flugs besteigt,
ist seine Kraft ganz ohnegleichen.
Da gibt es noch das Stiersternzeichen.
So mancher Mann wär’ gern ein Stier
und so potent, wie dieses Tier.
Drum ist er selten gern allein,
wird immer auf der Suche sein.
Er sucht nach Weib, wie Stier nach Kuh,
nur trifft beim Stier es niemals zu,
wenn er den Lebenspartner misst,
dass er die falschen Frösche küsst.
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5. Mai 2010
Gedicht – Kuh – Weide – Fusel – Alkohol – Bulle – lustiges Gedicht – Humor – humorvolles Gedicht – Tiergedicht
Kuh und Fusel
© Barbara Naziri
Die Kuh auf der Weide
sagt zu mir, sie leide
mitunter an Gicht,
das ändert sich nicht.
Denn ihr bringt der Bulle
tagtäglich ‘ne Pulle,
der Trank mundet wohl:
es ist Alkohol.
So hat sie vom Fusel
tagtäglich ’nen Dusel,
gemischt mit dem Grase
entwickeln sich Gase,
die quälend entweichen
Sei das nicht ein Zeichen?
Ich sag ihr ins Gesicht:
die Gicht ist das nicht.
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27. April 2010
Gedicht – Tiere – Delfin – Delphin – Schöpfung – See – Meere – Gottes Schöpfung – Tiergedicht – Tierlyrik – Gedicht
Der Delfin
© Claudia Duhonj-Gabersek
In vielen unsrer schönen Meere,
da macht er Gottes’ Schöpfung Ehre.
Wie anmutig gleitet er hin,
man muss ihn lieben, den Delfin.
Einst schon, vor ungezählten Jahren,
als man begann, zur See zu fahren,
half Menschen er in höchster Not,
bewahrte sie vor sich’rem Tod.
Sperrt ihn doch nicht in Becken ein,
auch er will nicht gefangen sein,
zu Forschungszwecken und Plaisir.
Hat Ehre denn nicht auch ein Tier?
Gehorcht nun endlich Gottes Willen,
hört auf, das Meer mit Gift zu füllen.
Sonst kennen unsre Enkel ihn
nur noch von Bildern, den Delfin.
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27. April 2010
Gedicht – Tiere – Hahn – Huhn – Hühner – Hennen – Fuchs – Hühnerhof – Hühnerstall – lustiges Gedicht – Humor – humorvolles Gedicht
Der Hahn und die Hühnchen
© Barbara Naziri
Hört ihr? Es klingt wie ein Alarm -
was ist nur los im Hühnerstall?
Laut gackernd wird dort kundgetan:
Heut feiern wir den Hennenball!
Ort des Geschehens ist die Tenne!
Der Hahn schaut lässig auf die Uhr,
mit Anmut tänzelt manche Henne,
der Hahn wirft sich in Positur.
Im Labyrinth von Hühnerdamen
herrscht er als Mann so ganz allein
Das gibt ihm den gewissen Rahmen
in seinem Harem Herr zu sein.
Die Hühnermädchen bunt geschmückt,
der Tanz beginnt, die Federn fliegen,
der stolze Hahn ist leicht entrückt,
als sie sich froh im Reigen wiegen.
Doch seitlich liegt der Fuchs auf Lauer,
der freut sich diebisch auf den Ball;
vom Braten trennt ihn nur die Mauer
heut ist sein Tag – auf jeden Fall!
Damit der Braten nicht zu trocken
trägt er den Becher im Gepäck
Nun muss er nur ein Hühnchen locken,
(Am besten tut er’s mit Gebäck).
Zuvor gönnt er sich einen Wein,
die Zeit wird im sehr lang,
er schenkt sich einen zweiten ein
und frönt nun seinem Hang.
So hat er sich dem Trunk ergeben,
singt fröhlich laute Lieder,
er hebt den Becher auf das Leben,
er füllt ihn immer wieder.
Dann torkelt er zur Tenne munter,
- für den Moment ist alles still -
Er ruft, „Die Welt wird immer bunter!“
und dass er gern mitfeiern will.
Misstrauisch blickt der Hahn ihn an,
es zaudern Hühnerdamen.
Da bietet er die Kekse an,
Vertrauen schafft den Rahmen.
Nun wird geschwoft, getanzt, gesungen,
heut ist der Fuchs der Hühnerstar
und als das letzte Lied verklungen,
da wurde allen deutlich klar:
Was hier geschah, war wunderbar!
So danken sie ihr Leben,
das klammernd hing an einem Haar,
dem süßen Saft der Reben.
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19. April 2010
Gedicht – Tiere – Schwein – Tiergedicht – Schweine-Gedicht – Schweinsgedicht – Ferkel – Schweinebraten – lustiges Gedicht – Humor – humorvolles Gedicht – Schweinerei
Armes Schwein
© Barbara Naziri
Das Schwein an sich ist etwas dick,
trotzdem hat es gewissen Chic,
es trägt zwar weder Kleid noch Hosen,
und duftet auch nicht g’rad nach Rosen.
Doch ist es klug und aufgeweckt,
was manchen Zyniker erschreckt.
Als rosa Ferkel ist es niedlich
und grunzt in deinem Arm so friedlich.
Ist es dann groß, rund anzuschau’n,
so ausgewachsen matschigbraun,
und suhlt sich gern in feuchtem Dreck
ruft mancher: “Pfui, geh von mir weg!”
Ein dickes Schwein, das ist das Beste,
drum frisst es alles, auch die Reste.
Gar manchem bringt’s ein Schimpfwort ein,
es heißt: „Friss nicht so wie ein Schwein!”
Dabei ist es sehr gut geraten
und dient uns dann als Schweinebraten.
Wir Menschen sind so undankbar
und uns darüber nicht mal klar:
Erst züchten wir es dick und fett,
dann finden wir es gar nicht nett,
um hinterher es zu verspeisen
und dann sein zartes Fleisch zu preisen.
Im Streit schimpft mancher zornig los:
“Du bist ein Schwein! Ein Schwein ganz groß!”
Was bildet der sich eigentlich ein? –
Ja, es ist schlimm, ein Schwein zu sein!
Das arme Schwein bleibt niemals heil,
es lebt nur für das Schlachterbeil.
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18. April 2010
Gedicht – Tiere – Tiergedicht – Amsel – Katze – Amselgedicht – Katzengedicht – Apfel – Apfelbaum – Tatze – Gefahr – Rettung – Not – Lebensgefahr – lustiges Gedicht – Humor
Die Amsel und die Katze
© Arnd Helsson
Auf eines Apfelbaumes Ast
machte eine Amsel Rast.
Also sie so saß dort auf dem Baume
so ganz vertieft in ihrem Traume
merkt’ sie vor lauter Träumen nicht,
dass eine Katze sich anschlich.
Grad als die Katze hob die Tatze,
fiel herab von einem Aste
ein Apfel auf die Katzentatze.
Da schrie die Katze laut: „Miau!!!“
und aufgeschreckt von dem Radau
entkam in allerhöchster Not
die Amsel nur ganz knapp dem Tod.
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18. April 2010
Gedicht – Tiere – Tiergedicht – Kröte – Krötengedicht – Reiher – Reihergedicht – Gefahr – Rettung – Not – Lebensgefahr – lustiges Gedicht – Humor
Kröte in Not
© Arnd Helsson
Es saß an einem Weiherrand
eine Kröte ganz entspannt.
Sie hatte grad ein Bad genommen
und wollte sich jetzt erst mal sonnen.
Traumvertieft bemerkt’ sie nicht,
dass ein Reiher sich anschlich.
Und so geriet die arme Kröte
unbemerkt in arge Nöte.
Der Reiher tat den Schnabel heben,
da kam ne Ente angeflattert
und der Reiher ganz verdattert
traf ganz knapp daneben.
Mit einem Satz und schreckensbleich
sprang die Kröte in den Teich.
Und so entkam in höchster Not
die gute Kröte knapp dem Tod.
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18. April 2010
Gedicht – Tiere – Tiergedicht – Vögel – Vogel – Amsel – Amselgebet – Mensch – Gott – Winter
Amselgebet
© Ingo Baumgartner
Oh Herr und Mensch, dir ist doch Macht zu Eigen,
Du wähnst dich groß und uns dagegen nieder,
Verweig’re nicht, dich generös zu zeigen.
Uns Amseln sitzt der Raureif im Gefieder.
Ein Sims aus Stein dient unsrem Volk als Kammer,
Ein Krümchen Brot ist Stoff zum Überleben.
Ja, siehst du nicht den tristen Amseljammer?
Wir fordern nicht, doch bitten wir zu geben.
Doch willst du nicht, dann gibt es noch Instanzen.
Vermeid es, dass wir dich bei Gott verpfeifen.
Streu Korn und Bröselwerk aus deinem Ranzen,
Sonst müsstest du die Notwehr wohl begreifen.
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18. April 2010
Gedicht – Hunde – Hundchen – Hündchen – Frauchen – Gassi – Hundespaziergang – Hundeleine – Hundehalter – Hundehaltergedicht – lustiges Gedicht – Tiergedicht – witziges Gedicht – Humor – Spottgedicht
Frauchen geht Gassi
© Arnd Helsson
Jeden Tag zur selben Stunde
dreht ein Hundchen seine Runde.
Und an der Leine ziehet mit
das Frauchen brav im Trippelschritt.
Als eines Tags sich losgerissen
das Hundchen von der Leine,
da musste in der Hecke pissen
das Frauchen ganz alleine.
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18. April 2010
Gedicht – Tiere – Tiergedicht – Wildgänse – Wildgans – Gänse – Vogelzug – Frühling – Sommer – Herbst – Winter
Wildgänse
© Ingo Baumgartner
Die Wildgans streicht zum Birkenteich,
Setzt auf und ordnet ihre Schwingen.
Erholung soll das nasse Reich
Nach langer Brutplatzsuche bringen.
Sie überflog das Wolkenmeer,
Auf Flüsse schaute sie und Gipfel,
Den weiten Weg von Tunis her,
Ein Blick auf Städte, Felder, Wipfel.
Der Sommer sieht die neue Brut
Im Nest der liebestreuen Gänse.
Schon schwindet heller Tage Glut
Und Stoppelfelder zeugt die Sense.
Nun rauscht die Schar, ein grauer Pfeil,
Wie in den Liedern in die Wärme.
Den Süden grüßt der Flieger Keil,
Wir aber missen Schnatterschwärme.
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18. April 2010
Gedicht – Frosch – Eifersucht – Rivale – Reiher – Neid – Frosch-Gedicht – Eifersucht-Gedicht – lustiges Gedicht – Tiergedicht – witziges Gedicht – Humor
Der eifersüchtige Frosch
© Arnd Helsson
Es saß ein Frosch am Weiherrand
und quakte laut und keck.
Doch als ihn dort ein Reiher fand,
tauchte er – schwupps – weg.
Schon kam vor Eifersucht ganz blind
ein Rivale angesprungen.
Da hat der Reiher ganz geschwind
halt diesen Frosch verschlungen.
Und die Moral von der Geschicht:
Neid’ die Braut dem Nachbarn nicht.
Blinde Eifersucht und Neid
führen oftmals nicht sehr weit.
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18. April 2010
Gedicht – Humor – lustiges Gedicht – witziges Gedicht – Tiergedicht – Frosch – Frosch-Gedicht – Frösche – Reiher – Hochzeit – Hochzeitsgedicht – Braut
Die vereitelte Frosch-Hochzeit
© Arnd Helsson
Es saß ein Frosch am Weiherrand
und quakte dort ganz keck.
Doch als ihn dort ein Reiher fand,
da war der Frosch – schwupps – weg.
Als dann vom Quaken ganz verzückt
die Froschfrau kam gesprungen,
da hat der Reiher ganz beglückt
auch noch die Braut verschlungen.
Fand auch die Frosch-Hochzeit nicht statt,
so wurde doch der Reiher satt.
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Verfasst von Ronald
15. April 2010
Gedicht – Tiergedicht – Reiher – Reiher-Gedicht – Weiher – Frösche – Fische – Enten – Teich – lustiges Gedicht – heiteres Gedicht
Der geduldige Reiher
© Arnd Helsson
Es flog ein riesengroßer Reiher
zu einem kleinen Wiesenweiher.
Als der Reiher kam geflogen,
sind alle Tiere sehr erschrocken.
Rasch flatterten die Enten weg,
die Fische tauchten tief vor Schreck.
Die alten Frösche und die jungen
sind blitzschnell in den Teich gesprungen.
Nun steht der Reiher am Weiherrand
ganz still und starret ganz gebannt,
ob irgendwo ein Naseweis
sich an der Oberfläche zeigt.
Bewegt sich etwas, schnappt in Nu
der riesengroße Reiher zu.
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